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Deutsche Bahn setzt auf Wasserstoff

Die Deutsche Bahn arbeitet mit Siemens an einem elektrischen Zug mit Brennstoffzellen. Die Züge sollen mit Wasserstoff betrieben werden und langfristig die Diesellokomotiven ersetzen.

Ungefähr 40 Prozent des Schienennetzes der Deutschen Bahn sind nicht elektrifiziert.

Vierzig Prozent des Schienennetzes der Deutschen Bahn sind nicht elektrifiziert. Auf diesen Strecken – vor allem im Regionalverkehr – kommen Diesellokomotiven zum Einsatz. Weil die Bahn bis 2050 klimaneutral unterwegs sein will, sollen die mit Diesel betriebenen Züge ersetzt werden. Wie der «Blick» berichtet, möchte die Deutsche Bahn beim Ersatz der Diesellokomotiven auf wasserstoffbetriebene Züge mit Brennstoffzelle setzen. Sie arbeitet dazu mit der Firma Siemens an einem entsprechenden Fahrzeug. Vorgesehen ist, dass im Jahr 2024 im Raum Tübingen ein mit Wasserstoff betriebener Regionalzug den Probebetrieb aufnimmt. Laut Michael Peter, Chef der Siemens Zugsparte, haben Wasserstoffzüge ein grosses Zukunftspotential.

Ein Markt mit Zukunft

Alleine in Europa sollen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren 10'000 bis 15'000 Triebzüge ersetzt werden. Das ergäbe ein Marktpotenzial von 50 bis 150 Milliarden Euro. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, ob sich batteriebetriebene Züge oder solche mit Brennstoffzellen durchsetzen werden. Batteriebetriebene Züge können auf Abschnitten mit Oberleitung aufgeladen werden. Züge mit Brennstoffzellen müssen betankt werden. Das Betanken der Züge wäre jedoch einfach zu handhaben. Für ein Regionalnetz bräuchte es nur eine einzige Tankstelle, die regelmässig mit grossen Mengen Wasserstoff beliefert wird. Im Raum Tübingen, wo der erste Wasserstoffzug eingesetzt werden soll, möchte die Deutsche Bahn Wasserstoff mit grünem Bahnstrom produzieren. Die Leistung der Wasserstoffzüge steht derjenigen von Dieselzügen in nichts nach. Weder bei der Beschleunigung noch bei der Geschwindigkeit gibt es Nachteile.

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