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«Das CO2- und das Energiegesetz leisten keinen nennenswerten Beitrag zur Versorgungssicherheit.» Dies schreibt Peter Morf in der Finanz und Wirtschaft. Angesichts der Entwicklungen «wäre die Schweizer Politik gut beraten, den Kernkraftwerken den Betrieb nicht zusätzlich zu erschweren», hält der FuW-Redaktor fest.

Kühlturm eines Kernkraftwerks.

Die Revision des Energiegesetzes und das CO2-Gesetz haben laut Peter Morf, Redaktor der Finanz und Wirtschaft, eine Gemeinsamkeit: «Sie leisten beide keinen nennenswerten Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung.» Dies sei deswegen von Bedeutung, «weil die Versorgungssicherheit je länger, desto weniger selbstverständlich ist».

Zudem seien die Klimaziele der Schweiz nur zu erreichen, wenn die Kernkraftwerke weiter betrieben werden können. «Zusammen mit der Wasserkraft bilden sie weiter das Rückgrat der Stromversorgung der Schweiz», so Morf. Die Schweiz sei im Winter stets auf Stromimporte angewiesen. Dieser Bedarf werde mit der Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg im vergangenen Dezember noch zunehmen. Überdies sei mit einer steigenden Stromnachfrage zu rechnen. «Als Stichwort mögen die Förderung der E-Mobilität, der Ersatz von Ölheizungen oder die fortschreitende Digitalisierung genügen», gibt Morf zu Bedenken.

Umgekehrt nehmen die Möglichkeiten für Importe aus Deutschland und Frankreich ab.» Die Schweizer Politik wäre gut beraten, den Kernkraftwerken den Betrieb nicht zusätzlich zu erschweren, so Morf.

Die Kernenergie sei sehr klimafreundlich. Laut einem neuen Positionspapier des Branchenverbands der Schweizer Kernkraftwerkbetreiber, Swissnuclear, stösst demnach nur die Grosswasserkraft weniger Treibhausgase aus. Sie komme je Kilowattstunde auf 5 bis 15 Gramm CO2-Äquivalente, schreibt Morf. Die Kernenergie (10 bis 20 Gramm) liege etwa gleichauf mit der Windenergie (8 bis 27 Gramm). Alle übrigen Energieträger seien für wesentlich höhere Treibhausgasemissionen verantwortlich.

«Links-Grün müsste endlich zur Kenntnis nehmen, dass seine klimapolitischen Ziele ohne die Kernenergie nicht zu erreichen sind», lautet das Fazit des Autors.

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