Medien

Lesetipp: Wenn E-Autos CO2 ausstossen

In einem bemerkenswerten Kommentar weist Autor Markus Saurer in der Finanz+Wirtschaft auf eine Arbeit des Münchner Ökonomen Hans-Werner Sinn hin. Demnach tragen Batterieautos keineswegs zur Reduktion des CO2-Anteils in der Atmosphäre bei - ganz im Gegenteil.

Laut dem bekannten Münchner Ökonomen Hans-Werner Sinn leisten Batterieautos kaum einen Beitrag zur Verminderung des globalen CO2-Ausstosses. Wie Markus Saurer, selbständiger Ökonom und Vorstandsmitglied im Carnot-Cournot-Netzwerk, in der F+W beschreibt, können Elektrofahrzeuge diesen Beitrag zur Reduktion des Klimagases nicht leisten. Der Grund: Sie fahren bis auf absehbare Zeit noch mit Strom, der zu einem erheblichen Teil aus Kohle gewonnen werde.

Und: "Die Treibstoffe, die durch den Ersatz von Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren eingespart werden können, würden sowieso anderswo verbrannt (Carbon Leakage). Die E-Autos könnten also kontraproduktiv sein", so Saurer.

Batterieautos und Wärmepumpen generieren laut Saurer damit eine Zusatznachfrage, die faktisch durch die CO2-trächtigste Stromerzeugung befriedigt werden müsse. "Diese Zusatznachfrage bedingt, dass fossile Kraftwerke hochgefahren werden müssen oder nicht heruntergefahren werden können. Alle besseren Möglichkeiten benötigen Jahre." Selbst wenn der Zubau CO2-armer Stromquellen mit der Zusatznachfrage von E-Autos Schritt hielte, verzögere sie den Ersatz Kohlekraftwerken "und damit die Dekarbonisierung der Stromproduktion".

Weitere Artikel

Newsletter
Anmelden und informiert bleiben.

Impressum Datenschutzerklärung © 2021 Klimagerecht