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Schweiz wird Wasserstoffpionier

Ohne Wasserstoff ist die Energiewende nicht möglich, sagen die Wasserstoffförderer Rolf Huber Jörg und Ackermann. Von staatlicher Unterstützung einzelner Technologien halten sie nichts.

Die AVIA-Tankstelle Osterwalder hat im Sommer in St. Gallen die zweite öffentliche Wasserstoff-Tankstelle der Schweiz eröffnet.

Ohne Wasserstoff ist die Energiewende nicht möglich, sagen Rolf Huber, 55, CEO des Unternehmens H2 Energy sowie Jörg Ackermann, 62, Präsident des Fördervereins H2 Mobilität, im Interview mit dem Blick. Die Schweiz sei für Wasserstoff geradezu prädestiniert. Statt auf staatliche Förderung setzen Huber und Ackermann auf private Initiative.

Als einen der grössten Vorteile von Wasserstoff bezeichnet Ackermann, «dass sich Wasserstoffautos bei der Anwendung kaum von Benzinern oder Dieseln unterscheiden». Das Tanken betanken daure nur wenige Minuten, «eine Tankfüllung reicht für 500 bis 700 Kilometer, und die Autos sind auch bei kühlen Temperaturen anders als batterieelektrische Autos nicht eingeschränkt».

Zum Thema «Sicherheit» erläutert Huber, dass H2-Fahrzeuge laut unabhängigen Experten sogar sicherer als Autos mit Verbrennungsmotor sind. Dass Wasserstoff explodieren könne, sei «ein Mythos».

Die staatliche Förderung einzelner Technologien kommt bei den Wasserstoffförderern nicht gut an. «Nur weil die Autoindustrie nun auf Elektroautos setzt, dürfen dafür Steuergelder verbraten werden?», fragt Ackermann rhetorisch. «In einem liberalen Land darf doch jeder selber entscheiden, wo man investiert. Wir tragen das Risiko und machen letztlich den Strauss an Mobilitätsangeboten reichhaltiger.»

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